{"id":19,"date":"2021-04-13T19:56:37","date_gmt":"2021-04-13T17:56:37","guid":{"rendered":"http:\/\/haimb.de\/berghaus2\/?page_id=19"},"modified":"2021-05-19T21:22:04","modified_gmt":"2021-05-19T19:22:04","slug":"geschichtlicher-ueberblick","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/haimb.de\/berghaus\/geschichtlicher-ueberblick\/","title":{"rendered":"Geschichtlicher \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"\n<p>Mit dem Berghaus hat sich die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.kdstv-falkenstein.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">KDStV Falkenstein<\/a>\u00a0ein kleines Schmuckst\u00fcck im Schwarzwald geschaffen. Immer wieder finden hier oben Semesterveranstaltungen statt, aber auch privat wird es gern und oft von Falkensteinern oder auch befreundeten Verbindungen genutzt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Nat\u00fcrlich hat es seine eigene Geschichte<\/h2>\n\n\n\n<p>Im Sommersemester 1919 kam Walter Schweigler zu Falkenstein und brachte der Verbindung als &#8222;Morgengabe&#8220; eine H\u00fctte mit: Er hatte einem Wanderbund angeh\u00f6rt, die diese angemietet hatten. Diese Runde hatte sich aufgel\u00f6st, &#8222;ihre&#8220; H\u00fctte war in Schweiglers Namen angemietet worden und stand nun also den Falkensteinern zur Verf\u00fcgung. Schnell fand dieses Refugium regen Zuspruch, das &#8222;Schniiderh\u00fc\u00fcsli&#8220; in Raitenbuch wurde an den Wochenenden und in den Ferien gern besucht. Als 1922 ein benachbarter Bauernhof abbrannte, stellten die Falkensteiner dem obdachlos gewordenen Bauern die H\u00fctte zur Verf\u00fcgung. Dadurch war es nat\u00fcrlich nicht mehr m\u00f6glich, sie im gleichen Umfang weiter zu nutzen. Nach einem Jahr wurde sie zwar wieder frei, das Interesse schien jedoch abgeflacht, so da\u00df Falkenstein die H\u00fctte aufgab.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie das aber eben so ist, vermi\u00dfte man nun doch ein solches Wochenenddomizil, also wurde 1924 der Entschlu\u00df gefa\u00dft, sich nach einem geeigneten Grundst\u00fcck f\u00fcr den Bau eines eigenen Berghauses umzusehen. Es sollte aber vier Jahre dauern, bis ein Grundst\u00fcck gekauft werden konnte und schlie\u00dflich im Juni 1929 unser Berghaus eingeweiht wurde.<br>Die Freude daran war von recht kurzer Dauer: 1935 hatte Falkenstein sich selbst aufl\u00f6sen m\u00fcssen, die Nachfolgeorganisation wurde 1937 als &#8222;staatsfeindlich&#8220; aufgel\u00f6st, somit auch der &#8222;Heimverein&#8220;, der die Sorge um das Berghaus hatte. In unserer Chronik steht hierzu: &#8222;Mit der Liquidation des Heimvereins, deren Ziel die unentgeltliche \u00dcberf\u00fchrung des Hauses in das Eigentum des NS-Studentenwerkes in Freiburg war, wurde der 1937 zum Vorstand bestimmte Alte Herr Huber N\u00fcckel von der Gestapo beauftragt. N\u00fcckel verstand es, diesem Auftrag jahrelang nicht nachzukommen, so da\u00df die Geheime Staatspolizei Karlsruhe am 16. April 1941 den SS-Sturmf\u00fchrer Dr. Seitz durch das Amtsgericht Freiburg zum Liquidator bestellen lies, der dann auch prompt und gegen alle Proteste durch eine am 8. September 1942 notariell beurkundete Schenkung das Berhausgrundst\u00fcck in das Eigentum der NSDAP \u00fcberf\u00fchrte.&#8220;<br>Durch Urteil vom 24. Juni 1949 sprach die Restitutionskammer des Landsgerichts Freiburg das Berghaus dem Heimverein wieder zu, der Schenkungsvertrag vom Jahre 1942 wurde f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt.<br>In den Kriegsjahren war es von den Nazis verschiendlich genutzt worden, danach bezogen es franz\u00f6siche Soldaten und zuletzt waren Fl\u00fcchtlinge einquartiert worden, die letzte Familie fand erst 1964 ein neues Heim.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Berghaus hat sich die\u00a0KDStV Falkenstein\u00a0ein kleines Schmuckst\u00fcck im Schwarzwald geschaffen. Immer wieder finden hier oben Semesterveranstaltungen statt, aber auch privat wird es gern und oft von Falkensteinern oder auch befreundeten Verbindungen genutzt. 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